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Grußwort von Björn Thümler, MdL PDF Drucken

Des einen Leid kann man nicht mit dem eines anderen vergleichen. Wer einen Unfall erleidet und mit Knochenbrüchen wochenlang im Krankenhaus liegt, muss Schlimmes durchleiden. Aber auch derjenige leidet, der selbst gar nicht unmittelbar beteiligt ist, aber einen Verkehrsunfall mit ansehen muss, der schwer Verletzten Hilfe leistet oder der einen nahen Angehörigen verliert.

Für gebrochene Knochen gibt es eine Routine: Die Ärzte und Krankenschwestern kümmern sich um den Verletzten und pflegen ihn, bis er sich wieder allein helfen kann. Wunden werden zu Narben, die zwar an den Unfall erinnern, aber sichtbares Zeichen dafür sind, dass der Schaden verheilt ist.

Wenn die Seele Schaden nimmt, dann gibt es dafür meist keine beruhigende Routine. Diese Wunden kann niemand sehen, und oft sind die Betroffenen allein mit ihrem Schmerz. Daher bin ich froh, dass engagierte Menschen nun die Initiative zur Gründung des „Kriseninterventionsteams Wesermarsch (kit)“ ergriffen haben und deutlich machen: Wir lassen die Betroffenen nicht allein. Ihre Schmerzen sind real, und es gibt Möglichkeiten, sie zu lindern und zu heilen.

Es ist mir eine Ehre, die Schirmherrschaft für das „kit Wesermarsch“ zu übernehmen und dabei mitzuhelfen, dass es bald im gesamten Landkreis ein Hilfsangebot für psychisch traumatisierte Menschen gibt. Bereits jetzt danke ich den vielen Helfern, die sich ehrenamtlich für dieses Projekt engagieren. Und gern werbe ich auch dafür, das „kit Wesermarsch“ mit Spenden zu unterstützen. Denn jeder und jede von uns könnte irgendwann betroffen sein.

Mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche Arbeit

Ihr

Björn Thümler