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Eine betroffene Zeugin eines Verkehrsunfalls hat einen Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams Wesermarsch angesprochen, nachdem sie einen Zeitungsartikel über KIT gelesen hatte. Sie ist ausdrücklich mit der nachfolgenden Veröffentlichung einverstanden und schildert ihre Eindrücke bei diesem Unfall so: Ich war so schockiert, als der Unfall passierte. Ich habe gedacht, der muss doch jetzt bremsen! Warum bremst der nicht? Da habe ich mein Handy gesucht, weil ich gesehen habe, wie der Lkw der Frau zweimal über die Beine gefahren ist. Nach dem ersten Reifen hat sie eine Drehung gemacht, kam dabei hoch, kam dann unter den zweiten Reifen und blieb dann vor dem dritten Reifen liegen. Ich habe mein Handy verzweifelt in meiner Handtasche gesucht. Dann habe ich den Fahrer eines anderen Autos gefragt, wie die Notrufnummer lautet, denn ich hatte die Nummer vergessen. Ich habe Meldung gemacht und die Polizei kam sehr schnell. Ich konnte mein Auto nicht mehr bewegen, konnte nicht richtig telefonieren und habe nicht mitbekommen, wer sich zuhause am Telefon gemeldet hat. Ich habe wirres Zeug geredet, - Unfall – Lkw – Radfahrer - kann nicht mehr - muss abgeholt werden – und habe wohl aufgelegt. Meine Tochter rief zurück, sie sollte mich abholen. Eine andere Frau hat mein Auto beiseite gefahren. Andere sagten, ich sei total versteinert gewesen, als ob ich am Unfall beteiligt gewesen wäre. Keiner hat sich um mich gekümmert, ich konnte der Polizei mein Geburtsdatum nicht nennen und habe gefragt, ob ich gehen könne. Die Polizei hat nein gesagt, ich sei eine wichtige Zeugin, da bin in ein Geschäft gegenüber gegangen und habe eine Zigarette geraucht. Mein Mann hat sich ein Auto ausgeliehen und wollte mich abholen. Aber er hat mich nicht gefunden.
Es war kein Auto da, mein Mann wusste nicht, ob ich am Unfall beteiligt war. Er hat vor Ort mein Auto nicht gesehen, das stand schon hinten auf dem Parkplatz hinter dem Laden von X. Ich stand völlig alleine davor, das war sehr heftig. Dann hat er mich gefunden. Während der Fahrt und zuhause habe ich geheult. Wir mussten dann noch nach Y fahren. Mein Mann versprach, auf der Bundesstraße keinen LKW zu überholen, dann habe ich zugestimmt, mitzufahren. *************************************** Heute habe ich Panik, Lkws zu überholen. Ich sehe mir nicht die Größe der LKWs an, sondere zähle die Räder! Ich konnte tagelang nicht schlafen. Die erste Woche habe ich nur ständig die Frau gesehen, wie die Räder über die Frau rollen. Ich hatte jetzt ein Erlebnis, ein Trecker kam aus einer Seitenstraße, ich sah große Räder und kam in Panik, habe meinen Mann angeschrieen. Mein Mann geht gut auf mich ein; ich habe aber schon Termine absagen müssen. Die Tochter der Verletzten hat mich angerufen, ich konnte ihr aber kaum Angaben machen. Ich hätte mir schon gewünscht, an der Unfallstelle Hilfe zu haben. Jemand, der mit mir spricht, der mich in dem Moment in den Arm genommen und mich von da weggenommen hätte.
Ich konnte nicht weggehen, habe da nur gestanden und mich nicht bewegt. Mir hätte eine Hilfe wie KIT sehr geholfen, aber leider gab es das erst eine Woche später.
Ein Polizist sagte mir, es gibt da zwar ein Angebot von einer neuen Gruppe, er war sich aber nicht sicher, ob das nur für Familienangehörige ist. Protokoll: Torsten Renken
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